Unser Angebot eines Wasserübungstages wurde – wie in den vergangenen Jahren – sehr gut von den angehenden Prüfungsgespannen angenommen.
Die Übung soll dem “Feinschliff” dienen, d. h. der Hund sollte bereits im Apport gut durchgearbeitet sein, sollte bereits das Überschießen am Wasser und auch das Bringen aus dem Schilf kennen.
Durch die langanhaltende Hitzeperiode gab es vielerorts Schwierigkeiten passende Gewässer zu finden. Entweder wuchs kein Schilf in den Weihern oder es fehlte an ausreichender Wasserfläche bzw. – tiefe.

Der Ablauf des Übungstages war so geplant, dass in zwei Teams gearbeitet wurde. Am Morgen traf sich die erste Gruppe um 8.30 Uhr. Fünf Gespanne und zwei Abrichter wurden durch die 1. Vorsitzende begrüßt.
Wohl ist auch an unserem Gewässer der Wasserstand derzeit zurück gegangen, aber die Hunde müssen schwimmen und konnten im Schilf stöbern.
Danke an Florian Stern und Sven Frühwirth, die die Übungseinheit geleitet hatten und mit Tipps und Hilfen zur Seite standen.

Die zweite Gruppe traf sich gegen 12.30 Uhr. Auch hier standen drei Ausbilder zur Verfügung. Danke an Oliver und Kirsten Schwarm und an Maximilian Backert die sich den Sonntag für die Gespanne Zeit genommen hatten.

Jedoch war der Ausbildungsstand in beiden Gruppen bei manchen Gespannen sehr ernüchternd!
Sowohl beim Bringen, beim allgemeinen Gehorsam usw. ist noch viel Luft nach oben!
Der eine oder andere Führer erklärte, dass er kaum oder wenig am Wasser arbeiten konnte, da es an Möglichkeiten fehlte.
Doch an solch einem Übungstag mit einem Zeitfenster von 30 min. pro Gespann kann keine komplette Ausbildung erfolgen! Es dient wie gesagt nur dem “Feinschliff”!
Bei einigen Gespannen braucht es schon noch ganz viel Nacharbeit, um bei der anstehenden Prüfung bestehen oder ein ordentliches Ergebnis erzielen zu können.
Für die Hunde war es ein super Tag. Sie zeigten ihre Anlagen und hatten alle ein Erfolgserlebnis. Bei der Abschlussbesprechung mit Kuchen und Getränken hatten die Ausbilder nochmal die einzelnen Arbeiten kommentiert und Fragen zum Prüfungsablauf beantwortet.

Vielen Dank für die Organisation, an alle Helfer (Ententransport/Kuchenbäcker), Ausbilder, an den Revierpächter und den Weiherbesitzer, dass wir das Wasser nutzen dürfen.
Es bleibt zu hinterfragen, an was es liegt, dass die Gespanne noch nicht “weiter” in der Ausbildung sind.
Liegt es vielleicht daran, dass in vielen BP-Kursen keine Wassermodule mehr angeboten werden ? Liegt es an den Möglichkeiten, an den fehlenden Hilfestellungen von Züchtern oder erfahrenen Hundeleuten ?
Liegt es am Fleiß oder an der Konsequenz der Führer ? An der Qualität der angebotenen Kurse von Hundeschulen, Trainern etc ???
Alle Ausbilder waren sich einig: Am Hundematerial liegt es nicht! Die Anlagen sind da!
Es wird zu viel gelobt, zu viel eingewirkt, der Apport ist nicht durchgearbeitet, die Enten werden beim Bringen abgelegt, auf dem Schuss drehen die Hunde ab…usw.

Wir hoffen, wir konnten die Führer motivieren, intensiver auf die Prüfung hinzuarbeiten! Wir wollen Jagdbegleiter, die verlässlich auf der Jagd eingesetzt werden können. Wir üben nicht nur für die Prüfungen.
Ohne Fleiß kein Preiß! Also dranbleiben, konsequent umsetzen – das wird!
Wir drücken den Gespannen die Daumen, dass die Aufgaben bis zur Prüfung gut durchgearbeitet werden und die Tipps gut umgesetzt werden können.





































